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Aufbauseminar Traumapädagogik
2027: Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen – Handlungssicherheit und traumasensible Begleitung im pädagogischen Alltag

Dozentin: Jasmin Riechmann

Ein Aufbauseminar ist für diejenigen, die das Basiscurriculum zuvor abgeschlossen haben, die Grundlage zur Zertifizierung durch die DeGTP/FV-TP. Für Absolvent*innen von Curricula anderer Anbieter (Traumapädagogik, -beratung, -therapie) ist eine Teilnahme möglich.

Voraussetzung:

Basiscurriculum

Dauer:

2 Tage

Kosten:

280€

Termine:

22./23.01.2027
Fr 10-18 Uhr, Sa 10-17 Uhr

Ort und Anmeldung

Berlin, institut berlin

Bildungsurlaub kann auf Wunsch mit einem Vorlauf von 3 Monaten beantragt werden.

Anmeldung

Zertifikat:

zusammen mit Basiscurriculum -> Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumazentrierte Fachberatung DeGPT/FV-TP

DeGPT/FV-TP

In diesem Aufbauseminar beschäftigen wir uns mit Grundlagenwissen zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und stellen die Verbindung zum Curriculum her.
Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kann jeder Zeit mit dem Thema sexualisierte Gewalt konfrontiert werden: Ein Kind, das schon länger bekannt ist, verhält sich plötzlich ganz ungewohnt in der Kita und im Team haben alle ein komisches Gefühl. Wie gehen wir weiter vor? In der Schule gab es eine Grenzüberschreitung durch eine gleichaltrige Person. Was braucht das betroffene Kind oder die/der Jugendliche? Die Jugendliche, die letzte Woche in die stationäre Wohngruppe neu aufgenommen wurde, hat in der Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt. Worauf sollte im Umgang mit ihr geachtet werden? … um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ihr erhaltet Grundlagenwissen zu sexuellen Grenzüberschreitungen und Übergriffen, wir räumen mit Mythen auf und schauen uns Fakten zu Vorkommen, Täterstrategien, Risiko- und Schutzfaktoren an. Wissen hilft, eigenen Unsicherheiten zu begegnen und mit dem Tabu zu brechen.
Was brauchen Betroffene, wie schaffen wir sichere Orte und setzen eine traumasensible Haltung in unterschiedlichen Arbeitskontexten um? Wo sind eigene Unsicherheiten? Wo bewege ich mich im Trauma-Viereck?
Selbstfürsorge ist in diesem Rahmen besonders wichtig und begleitet uns durch beide Tage. Wer sich mit Traumapädagogik beschäftigt, hat automatisch mit belastenden Themen zu tun. Hier beschäftigen wir uns zwei Tage lang mit einem tabuisierten Thema, das möglicherweise anders berühren kann, als andere Themen. Dabei ist unser Blick immer ressourcenorientiert: sowohl in der Auseinandersetzung mit den Folgen der erlebten Gewalt und den Bedarfen von Betroffenen. Als auch im Umgang mit Euch selbst, Euren Unsicherheiten und Euren Ressourcen.

Jasmin Riechmann arbeitet seit 2018 bei Wildwasser Minden e.V. – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen. Von 2018 bis 2021 in der Beratung (ressourcenorientiert und traumazentriert) von betroffenen Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, sowie deren Bezugspersonen. Seit 2021 ist sie bei Wildwasser Minden als Präventionsfachkraft und Fortbildnerin zu Themen im Kontext sexualisierter Gewalt tätig.
Sie ist nebenberuflich als Illustratorin tätig und gibt Workshops im kreativen Bereich. Hier wird Selbstfürsorge ganz praktisch umgesetzt nach dem Motto „kreative Auszeit mit Stift und Papier“.

Ihre Abschlüsse
• Staatl. anerkannte Dipl. Sozialpädagogin /Sozialarbeiterin (FH), Fachhochschule OOW, Emden
• Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung, Schwerpunkt Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/FVTP) – institut berlin
• Train the Trainer – institut berlin