In diesem Aufbauseminar beschäftigen wir uns mit Grundlagenwissen zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und stellen die Verbindung zum Curriculum her.
Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kann jeder Zeit mit dem Thema sexualisierte Gewalt konfrontiert werden: Ein Kind, das schon länger bekannt ist, verhält sich plötzlich ganz ungewohnt in der Kita und im Team haben alle ein komisches Gefühl. Wie gehen wir weiter vor? In der Schule gab es eine Grenzüberschreitung durch eine gleichaltrige Person. Was braucht das betroffene Kind oder die/der Jugendliche? Die Jugendliche, die letzte Woche in die stationäre Wohngruppe neu aufgenommen wurde, hat in der Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt. Worauf sollte im Umgang mit ihr geachtet werden? … um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ihr erhaltet Grundlagenwissen zu sexuellen Grenzüberschreitungen und Übergriffen, wir räumen mit Mythen auf und schauen uns Fakten zu Vorkommen, Täterstrategien, Risiko- und Schutzfaktoren an. Wissen hilft, eigenen Unsicherheiten zu begegnen und mit dem Tabu zu brechen.
Was brauchen Betroffene, wie schaffen wir sichere Orte und setzen eine traumasensible Haltung in unterschiedlichen Arbeitskontexten um? Wo sind eigene Unsicherheiten? Wo bewege ich mich im Trauma-Viereck?
Selbstfürsorge ist in diesem Rahmen besonders wichtig und begleitet uns durch beide Tage. Wer sich mit Traumapädagogik beschäftigt, hat automatisch mit belastenden Themen zu tun. Hier beschäftigen wir uns zwei Tage lang mit einem tabuisierten Thema, das möglicherweise anders berühren kann, als andere Themen. Dabei ist unser Blick immer ressourcenorientiert: sowohl in der Auseinandersetzung mit den Folgen der erlebten Gewalt und den Bedarfen von Betroffenen. Als auch im Umgang mit Euch selbst, Euren Unsicherheiten und Euren Ressourcen.