Curriculum Traumasensible Supervision

Wir führen das Supervisioncurriculum in Zusammenarbeit mit dem Supervisionzentrum Berlin durch. Das Angebot richtet sich an Menschen mit abgeschlossener Supervisionsausbildung.

Voraussetzung:

Supervisionsausbildung

Kosten:

ausgebucht

Dauer:

3×3 Tage

Termin:

ausgebucht, Anfragen s.o.

Zertifikat

Fachsupervisor/Fachsupervisorin
traumasensible psychosoziale Arbeit

GPTG
Info allgemein
Traumasensible Supervision ist ein Konzept für personen- und organisationsbezogene Beratung in Handlungsfeldern psychosozialer Traumaarbeit. Traumasensible Supervision wendet sich an Professionelle, die in psychosozialen, pädagogischen und klinischen Arbeitsfeldern zur Versorgung traumatisierter Menschen beitragen. Die Beratungsinhalte von traumasensibler Supervision sind definiert im Bezugsgeflecht von Menschen mit traumatisierenden Lebenserfahrungen, der Rolle der sie begleitenden Professionellen und der betreffenden Institutionen/Organisationen.
Im supervisorischen Prozess in der psychosozialen Traumaarbeit geht es insbesondere um:

  • die Reflexion der Wirkung traumatischer Prozesse auf verschiedenen Ebenen (Individuum, Familie, Gruppe, Institution, Gesellschaft …)
  • Stärkung der Handlungssicherheit der Supervisand*innen
  • Prävention sekundärer Traumatisierung

Ziel der  Aufbau-Fortbildung ist, die Vermittlung von theoretischen und praktischen Kompetenzen, die es erlauben, in eigenverantwortlicher Tätigkeit, Konzepte und Methoden traumasensibler Supervision in den unterschiedlichen Handlungsfeldern psychosozialer Traumaarbeit umzusetzen. Sie wendet sich an die Menschen, die bereits als Supervisorinnen oder Supervisoren ausgebildet und tätig sind.

Information nach Fortbildungsblöcken
Block 1: Grundlagen und Konzepte traumasensibler Supervision

Was Häschen und Denker mit Supervision zu tun haben – Modelle für die Beschreibung und Erklärung traumatischer Prozesse und ihrer Auswirkungen
Wie Muster entstehen – Entwicklung von Spannungsregulierung, Aufbau von Kontrollfunktionen und Möglichkeiten, Interaktion
Reorientierung und Dissoziationsstopps: Das Hier und Jetzt als Basis (nicht nur) der supervisorrischen Arbeit
Basale Stabilisierungstechniken 1: der Wohlfühlort
Selbstfürsorge als Ausgangspunkt supervisorischer Kompetenz
Erklärungsansätze zur „Sekundären Traumatisierung“
Erste Ideen für Haltung und methodische Vorgehensweisen traumasensibler Supervision

Block 2: Kontexte, Dynamiken und Distanzierungsmöglichkeiten

Basale Stabilisierungstechniken 2: Tresor und Flashbackkontrolle
Das Traumaviereck und andere dynamische Modelle – Konflikthafte Team-Dynamiken in Arbeitsfeldern psychosozialer Traumaarbeit als Ausdruck anhaltender traumatischer Prozesse
Wie komme ich da raus? – Selbstfürsorge und methodische Vorgehensweisen im Zusammenhang mit Traumadynamiken
Anhaltende Traumatisierung in Institutionen – Hierarchie, strukturelle Gewalt und Tabus, ethische Grundsätze
Kommunikative Muster, Organisations- und Beziehungsstrukturen in traumadeterminierten beruflichen Kontexten, sowie Ressourcen und Lösungskompetenzen
Distanzierungen: Arbeit mit dem Storyboard

Block 3: Supervision der Supervision

Im Rahmen der Lehrsupervision stellen alle Teilnehmenden ihre eigene Supervisionspraxis in einem Arbeitsfeld psychosozialer Traumaarbeit vor. Die Lehrsupervision findet in Gruppen mit maximal 9 Personen statt und wird mittels systemischer Techniken wieder in den Lernprozess rückgeführt. Sie supervidieren die Supervision der Supervision.

Rahmenbedingungen
Das Curriculum ist über das Supervisionszentrum Berlin buchbar, momentan aber voll belegt. Weitere Angebote folgen.

Block 1: 20.-22.11.2018
Block 2: 12.-14.2.2019
Block 3: 04.-06.06.2019

Die Blöcke umfassen jeweils 3 Tage  á 25 UE.
Maximale Tn-Zahl: 16

Block 1 und 2 werden je allein, die Supervision in Block 3 von 2 DozentInnen durchgeführt.

 

LehrsupervisorIn

Hans-Joachim Görges
Lydia Hantke

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