Aufbauseminar Traumapädagogik
``Lass uns lieber was spielen`` - Stressregulation im generationenübergreifenden Setting

Dozentinnen: Maria El-Safti und Henrike Krüsmann

Ein Aufbauseminar ist für diejenigen, die das Basiscurriculum zuvor abgeschlossen haben, die Grundlage zur Zertifizierung durch die DeGTP/FV-TP. Für Absolvent*innen von Curricula anderer Anbieter (Traumapädagogik, -beratung, -therapie) ist eine Teilnahme aber natürlich auch möglich.

Voraussetzung:

Basiscurriculum

Dauer:

3 Tage

Kosten:

360€

Termin:

06.-08.10.2023
Fr/Sa jeweils 10-18, So 10-16 Uhr

Ort und Anmeldung

Berlin, im Bedarfsfall online

Bildungsurlaub kann beantragt werden.

Anmeldung

Zertifikat:

zusammen mit Basiscurriculum -> Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik DeGPT/FV-TP

DeGPT/FV-TP
weitere Informationen
„Lass uns lieber was spielen – Stressregulation im generationenübergreifenden System“
Viele Bezugspersonen von Kindern, ob in der Kleinfamilie, der WG oder der Notübernachtung, haben selbst nicht das einfachste Leben gehabt, haben als Kinder und Jugendliche Gewalt in der Familie erlebt oder ihre Kinder in Krieg und Flucht zu schützen versucht.
Nur geht das Erlebte ja nicht einfach weg, nur dadurch, dass es vorbei ist. Im Körper der inzwischen Erwachsenen sitzt es fest und zeigt sich in emotionalen Reaktionen und Verhaltensweisen. Alte Verletzungen und eigene tiefliegende Wunden werden immer wieder getriggert durch Kinder, die ständig fordern, sich zurückziehen, Ansprüche stellen, sich orientieren wollen in der Welt und selbst belastet sind.
Im Seminar sollen die Traumadynamiken zwischen Erwachsenen und Kindern erläutert werden. Warum besteht die Gefahr erneuter emotionaler und körperlicher Mißhandlung und Gewaltanwendung gegenüber Kindern? Aus der Geschichte ist es erklärbar, doch wir wollen dabei unterstützen, die Dynamiken zu verändern.
Dafür stellen wir Ansatzpunkte für die gemeinsame Ressourcenaktivierung vor, erläutern, wie ein Nachnähren von beiden Beteiligten aussehen kann und öffnen den Blick aus der Schuldzuweisung in die neue Verantwortung für das eigene Handeln.

Lydia Hantke begleitet das Seminar und gestaltet den letzten Tag für einen sicheren Anschluss ans Basiscurriculum.

Gastdozentinnen
Henrike Krüsmann

Master Soziale Arbeit, Schwerpunkt Familie und Traumapädagogin/Traumazentrierte Fachberaterin (DeGPT/Fachverband Traumapädagogik) sowie zertifizierte Trainerin durch das Institut Berlin sowie systemische Therapeutin für Kinder- und Jugendliche, Erwachsenen und Familien. Auch berät sie als `Insoweit erfahrene Fachkraft Kinderschutz gem. § 8a` Fachkräfte in Kinderschutzfällen.

Sie arbeitet seit 2005 im Arbeitsfeld Häusliche Gewalt, seit 2011 bei der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen (BIG e.V.) als Koordinatorin für die Bereiche Kinder und Jugendliche im Kontext von häuslicher Gewalt sowie Täterorientierte Intervention.
Zudem ist sie freiberuflich als Psychosoziale Prozessbegleiterin nach §§ 406g und 397a StPO tätig und begleitet Opferzeug*innen im Strafverfahren. Im Dezember 2020 wurde sie als externe Sachverständige in die `Enquetekommission des Landtages Niedersachsen zur Verbesserung des Kinderschutzes und zur Verhinderung von Missbrauch und sexueller Gewalt an Kindern` berufen.

Als Referentin bietet sie Workshops, Seminare und Vorträge zu den o.g. Thematiken an, u.a. für Jugendämter, Hochschulen der Sozialen Arbeit und der Polizei, Justizakademie, Fortbildungsinstituten, Frauenunterstützungseinrichtungen, nunmehr auch im digitalen Format.

Maria El-Safti

Diplom in Integrierter Familienorientierter Beratung (IFB), Traumapädagogin/Traumazentrierte Fachberaterin (DeGPT/Fachverband Traumapädagogik) sowie zertifizierte Trainerin durch das Institut Berlin.

Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie in der Erziehungs-und Familienberatung, seit zehn Jahren angestellt beim Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin. Dort ist sie als Insofern-erfahrene-Fachkraft im Kinderschutz aktiv, hat den Kinderschutz im Träger mit aufgebaut und ist seit vielen Jahren dort Ansprechpartnerin für die Mitarbeiter*innen.
Sie hat des Weiteren das Curriculum zur Traumapädagogischen Vertiefung in der Fachschule mit ins Leben gerufen und unterrichtet dieses dort.
Im Rahmen des Masterplans hat sie zwei Jahre in den Tempelhofer Hangars mit Flüchtlingsfamilien gearbeitet. Dort hat sie auch Traumapädagogische Gruppen für Kinder und Weiterbildungen für die Mitarbeiter*innen vor Ort durchgeführt.
Seit 2012 leitet sie regelmäßig Traumapädagogische Kindergruppen, seit2016 hauptsächlich in Willkommensklassen bzw. mit Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund.
Freiberuflich bietet sie als Dozentin Seminare und Fortbildungen zu den oben genannten Themen an, insbesondere für Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen aus dem psychosozialen Bereich.