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Curriculum Traumasensible Supervision Berlin

Wir führen das Supervisioncurriculum in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Supervisionzentrum Berlin durch, wo die ersten beiden Blöcke stattfinden. Den 3. Block führen wir in unseren Räumen im institut berlin durch. Die Teilnahme am Block 3 setzt die Teilnahme an Block 1 und 2 voraus. Das Angebot richtet sich an Menschen mit abgeschlossener Supervisionsausbildung.

Voraussetzung (nach GPTG):

  • Abgeschlossene Supervisionsausbildung von mindestens 500 Stunden
  • Praxis als Supervisor*in in Handlungsfeldern psychosozialer Traumaarbeit
  • Möglichkeit der Umsetzung traumasensibler Supervision während der Fortbildung

Kosten Block 3:

850 €

Kosten Block 1 und 2:

siehe Supervisionszentrum Berlin

Dauer:

3×3 Tage

Orte und Termine:

Block 1 und 2:
Ort: Supervisionszentrum Berlin, Crellestr. 21, 10827 Berlin
Termine: 9. bis 11. Juni 2027 , 8. bis 10. September 2027

Block 3:
Ort: institut berlin, Hertastr. 1, 12051 Berlin
Termin: 26.-28. Januar 2028

Zahl der Teilnehmenden (Block 3):

Mindestens 12, maximal 18
mit 2 Dozent*innen

Anmeldung Block 1 und 2
Supervisionszentrum Berlin

Anmeldung Block 3
institut berlin

Zertifikat nach 3 Blöcken

Fachsupervisor/Fachsupervisorin
traumasensible psychosoziale Arbeit.
Die Zertifizierung durch die GPTG ist in den Kosten für Block 3 enthalten.

Zertifikat GPTG

Traumasensible Supervision ist ein Konzept für personen- und organisationsbezogene Beratung in Handlungsfeldern psychosozialer Traumaarbeit. Traumasensible Supervision wendet sich an Professionelle, die in psychosozialen, pädagogischen und klinischen Arbeitsfeldern zur Versorgung von Menschen beitragen, die Belastungen nicht verarbeiten konnten. Sie bietet kompakt in drei Blöcken Theorie und Praxisanleitung zur Durchführung traumasensibler Supervision. Die Konzeption von Supervision und Traumatheorie basiert hier auf einem hypno-systemischen Grundverständnis, alle anders ausgebildeten Kolleg*innen sind herzlich eingeladen, sich auf diese Herangehensweise einzulassen.

Die Beratungsinhalte von traumasensibler Supervision sind definiert im Bezugsgeflecht von Menschen mit traumatisierenden Lebenserfahrungen, der Rolle der sie begleitenden Professionellen und der betreffenden Institutionen/Organisationen.
Im supervisorischen Prozess in der psychosozialen Traumaarbeit geht es insbesondere um:

  • die Reflexion der Wirkung traumatischer Prozesse auf verschiedenen Ebenen (Individuum, Familie, Gruppe, Institution, Gesellschaft …)
  • Stärkung der Handlungssicherheit der Supervisand*innen
  • Prävention sekundärer Traumatisierung

Ziel der Fortbildung ist, die Vermittlung von theoretischen und praktischen Kompetenzen, die es erlauben, in eigenverantwortlicher Tätigkeit, Konzepte und Methoden traumasensibler Supervision in den unterschiedlichen Handlungsfeldern psychosozialer Traumaarbeit umzusetzen. Sie wendet sich an die Menschen, die bereits als Supervisorinnen oder Supervisoren ausgebildet und tätig sind.

Block 1: Grundlagen und Konzepte traumasensibler Supervision

Was Häschen und Denker*in mit Supervision zu tun haben – Modelle für die Beschreibung und Erklärung traumatischer Prozesse und ihrer Auswirkungen auf Klient*innen, Kolleg*innen und Organisationen
Reorientierung und Dissoziationsstopps: Das Hier und Jetzt als Basis (nicht nur) der supervisorischen Arbeit
Unterstützung von Prozessen, die zu Empowerment bzw. „Selbstbemächtigung“ beitragen.
Wie Muster entstehen
– Entwicklung von Spannungsregulierung, Aufbau von Kontrollfunktionen und Möglichkeiten, Interaktion
Basale Stabilisierungstechniken 1: der Wohlfühlort
Ethische Grundsätze im Spannungsfeld Trauma, Gewalt und ihre Folgen
Selbstfürsorge als Ausgangspunkt supervisorischer Kompetenz
Erklärungsansätze zur „Sekundären Traumatisierung“, Konzepte und Methoden zur Prävention „Sekundärer Traumatisierung“
Erste Ideen für Haltung und methodische Vorgehensweisen traumasensibler Supervision

Block 2: Kontexte, Dynamiken und Distanzierungsmöglichkeiten

Basale Stabilisierungstechniken 2: Zwischenlager und Flashbackkontrolle
Das Traumaviereck und die Profi-Position – Konflikthafte Team-Dynamiken in Arbeitsfeldern psychosozialer Traumaarbeit als Ausdruck anhaltender traumatischer Prozesse
Wie komme ich da raus? – Selbstfürsorge und methodische Vorgehensweisen im Zusammenhang mit Traumadynamiken
Anhaltende Traumatisierung in Institutionen – Hierarchie, strukturelle Gewalt und Tabus, ethische Grundsätze
Kommunikative Muster, Organisations- und Beziehungsstrukturen in traumadeterminierten beruflichen Kontexten, sowie Ressourcen und Lösungskompetenzen
Distanzierung statt Dissoziation: Arbeit mit dem Storyboard
Vernetzung von allen betroffenen Menschen in unterschiedlichen Hierarchien innerhalb einer Institution/Organisation und im gesellschaftlichen Kontext
Didaktische und methodische Vorgehensweisen traumasensibler Fall- und Teamsupervision
Auseinandersetzung mit gemeinsam getragenen Werten und Zielen der Arbeit

Block 3: Lern- und Lehrsupervision / Transfer

Vorstellen der eigenen traumasensiblen Supervisionspraxis (Lernsupervision), Reflexion nach hypno-systemischen Grundprinzipien und unter Einbeziehung der Inhalte aus Block 1 und 2 (Lehrsupervision), Abschlussreflexion und Ausblick

Das Supervisionszentrum Berlin bietet aus organisatorischen Gründen ab 2028 nur noch die ersten beiden Blöcke des Curriculum Traumasensible Supervision als „Intenso“ an. Zum Erwerb der Zertifizierung durch die GPTG und einer supervidierten Integration in die Praxis ist ein dritter Block mit 25 UE Supervision in Gruppen mit maximal 9 Personen erforderlich.

Der 3. Weiterbildungsblock, den wir in Absprache mit dem Supervisionszentrum in unseren eigenen Räumen anbieten, dient der praktischen Umsetzung der in den ersten beiden Blöcken erarbeiteten Haltungen, Inhalte und Methoden. Zwei Dozent*innen ermöglichen Lern- und Lehrsupervision in Gruppen von 6 bis 9 Teilnehmer*innen. Fragen und Anregungen zur traumasensiblen Supervisionspraxis werden diskutiert und Umsetzungsideen praktisch erprobt.

institut berlin beantragt bei Absolvierung aller 9 Tage das Zertifikat der GPTG für die jeweiligen Teilnehmenden. Ausfalltage können durch zusätzliche Supervision bzw. Einzelstunden nachgeholt werden, die zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

Die Blöcke 1 und 2 sind über das Supervisionszentrum Berlin buchbar.

Block 3 ist bei uns buchbar: Anmeldung

Die Blöcke umfassen jeweils 3 Tage  á 25 UE.
Maximale Tn-Zahl: 18

Block 1 und 2 werden je allein, die Supervision in Block 3 wird von 2 Dozent*innen durchgeführt.

 

Lehrsupervisor*in

Hans-Joachim Görges
Lydia Hantke