Das Prinzip der Rahmung von belastenden Ereignissen kennt Ihr aus dem Basiscurriculum. Wir werden die dort gelernten Herangehensweisen kurz miteinander auffrischen und reflektieren, was Euch in der Arbeit bisher Sinn gemacht hat.
Dann werden wir das Storyboard als Sortierhilfe einführen. Unterschiedliche Teile des belastenden Ereignisses werden mit Überschriften versehen und in eine ungefähre Reihenfolge gesetzt. Ziel ist die Erarbeitung einer Zeitlinie, einer Chronologie und einer Unterstützung der Denker*innenaktivität. Indem die Denker*in die Möglichkeit der Einordnung ohne Überflutung erhält, wird ein Teil Integration vollzogen.
Für die Teilnahme ist mir wichtig, dass Ihr am Basiscurriculum teilgenommen habt und wisst, wie Ihr Euch und andere reorientiert, mit dem Ressourcenbarometer umgehen könnt und schon Innere Helfer*innen, Zwischenlager und Wohlfühlorte erarbeitet habt. Ich werde mir vorbehalten im Einzelfall zu entscheiden, wie weit jemand mit der Arbeit für sich und mit den Kolleg*innen gehen kann. Wir werden im Seminar nicht mit hoch belastenden Themen arbeiten, sondern die Techniken mit weniger belastenden Themen ausprobieren. Aber man*frau weiß ja nie genau…
Bitte nehmt vorab mit mir Kontakt auf, wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob Ihr das Seminar für Euch angemessen findet.
Denn natürlich ist das auch ein Selbsterfahrungsseminar, denn wir wenden alle Techniken zunächst auf und mit uns selbst an, bevor wir sie dann auch mit anderen ausprobieren.
Teilnehmer*innen aus anderen Zusammenhängen sollten sich vorher über unseren Ansatz informieren und mit mir Kontakt aufnehmen, da wir in diesem Seminar nicht theoretisch zum Storyboard arbeiten, sondern mit unseren Herangehensweisen die Anwendung praktisch ermöglichen wollen.
Literatur: Hantke/Görges (2023): Handbuch Traumakompetenz. Basiswissen für Therapie, Beratung und Pädagogik. Überarbeitete Neuauflage, Paderborn: Junfermann, S. 389 ff